Breathe well. Feel better.

Eine lebensnotwendige Erfindung

Alles begann mit dem Kampf eines Mannes gegen seine Atembeschwerden.

Herr Aulis Kärkkäinen, wie hat alles angefangen?

Alles hat eigentlich schon vor meiner Geburt angefangen. Ich habe das von einigen meiner Vorfahren geerbt, ich meine das Keuchen und die Atemnot, die sich besonders in dunklen Wintermorgenstunden zu mir ins Bett geschlichen haben. Ich hatte Angst zu ersticken. Deshalb sind meine stärksten Kindheitserinnerungen mit dem Atmen verbunden.

Damals, in den 1950ern, hörte man immer wieder Geschichten von Leuten, die wegen Lungenkrankheiten in ein Sanatorium gesteckt wurden. Daher habe ich meine Atmungsprobleme sorgfältig geheim gehalten. Vielleicht deswegen blieb mein Keuchen bis zu meinem Erwachsenenalter undiagnostiziert. Außerdem hatten mir die damaligen Lebensbedingungen beigebracht, Unannehmlichkeiten wie ein bisschen Keuchen hinzunehmen.

Bei den Skilaufwettkämpfen in der Grundschule endeten meine guten Starts plötzlich in dem Gefühl zu ersticken. Dann versuchte ich mir einzureden, dass ich einfach nicht besonders sportlich war. Stattdessen begann ich mich dafür zu interessieren, Probleme bei den verschiedenen Bedürfnissen, die die Leute hatten, zu lösen.

Kurz nach der 9. Klasse begann ich zu arbeiten. Die harte, manchmal zu harte, Arbeit an der frischen Luft half mir, meine Atemwege offen zu halten, obwohl ich ab und zu keuchte wie eine Dampflokomotive. Heute weiß ich, dass die harte Arbeit mich in Gang gehalten hat, so dass ich nicht am Schleim erstickt bin. Wissen Sie, auf jeden möglichen Reiz habe ich wie eine Schleimfabrik reagiert.

Später, als aus meiner harten physischen Arbeit eher geistige Büroarbeit wurde, hörte mein Körper auf, mich gegen die Atembeschwerden zu verteidigen, die schrittweise immer schlimmer wurden.

Anfang der 90er Jahre ging ich schließlich zum Arzt, der bei mir Asthma feststellte. Im Jahr 2000 passierte mir das schlimmste Denkbare: ich verlor meinen Sohn durch einen Hirntumor. Zur selben Zeit hatte ich mit großen Herausforderungen in meiner Firma zu kämpfen, wodurch sich wiederum meine Atmung verschlechterte. Natürlich bekam ich Medikamente und dann noch mehr Medikamente, bis ich völlig davon abhängig wurde. Schließlich begann mein Körper mit Krämpfen, Schlaflosigkeit und Herzrhythmusstörrungen zu protestieren. Ich bekam die Diagnose ”schwere Schlafapnoe”, obwohl ich kein Übergewicht hatte.

In meiner Jugend hatte ich herausgefunden, dass ich in der Sauna besser atmen konnte, also wurde ich ein passionierter Saunagänger. Später zog ich daraus den Schluss, dass der Dampf einen wohltuenden Effekt auf meine Atembeschwerden hatte. Einmal musste ich wegen meiner Atemnot das örtliche Gesundheitszentrum aufsuchen. Dort gab mir die Krankenschwester eine Flasche mit einem Schlauch und forderte mich auf, in die mit 20 cm Wasser gefüllte Flasche zu blasen. Pötzlich linderte dies mein Keuchen. Daraufhin bekam ich die Idee, diese zwei hilfreichen Methoden in einer sich ergänzenden Art und Weise zu kombinieren. Wenn das Atmen gegen Widerstand erst einmal die Atemwege geöffnet hat, gelangt der Dampf tief in sie hinein. Nun machte die Dampfinhalation wirklich Sinn, da die Atemwege offen waren, um die Feuchtigkeit aufzunehmen. Ich musste nur noch ein Gerät entwerfen, das es erlaubt, diese Methoden effektiv und sich ergänzend anzuwenden.

Bald schon hielt ich den ersten, sehr robusten Prototyp des WellO2-Atemübungsgeräts in den Händen. Bei dieser Erfindung erzeugte das Atmen gegen Widerstand in eine geschlossene Wasserkammer den Dampf, der dann in die Atemwege inhaliert wird, die sich langsam öffneten. Schon beim ersten Mal, als ich meine Erfindung ausprobierte, wusste ich, dass ich etwas gefunden hatte, was mir wirklich gut tat.

Ich verwende mein Gerät jetzt seit sechs Jahren regelmäßig, einige Minuten morgens und abends. Meine Medikamenteneinnahme konnte ich wieder reduzieren und meine Atemprobleme habe ich wieder im Griff. Meine Lungen arbeiten besser denn je, und die Krämpfe, die Schlafapnoe und die Herzrhythmusstörungen sind sehr selten geworden, was meine Lebensqualität wirklich gesteigert hat. Vielleicht auch weil ich jetzt weniger Spraymedikamente als früher benutze, ist meine verlorene Gesangstimme zurückgekehrt, sogar heller und lauter.

Da ich Athmatiker bin, reagiere ich immer noch auf verschiedene Reize wie Blumen, Kosmetika, Textilien, Luftverschmutzung und so weiter. Früher führte das normalerweise zu einer umfänglichen Schleimansammlung und in vielen Fällen zu einer Atemwegsinfektion, gegen die ich viele aufeinanderfolgende Kuren bekam. Perioden, in denen mein Atemvolumen um 20 – 40 % reduziert ist, lassen sich nicht vermeiden. Der Unterschied besteht darin, dass ich jetzt meine Atemwege von Schleim frei und sie offen halten kann, was offensichtlich die wiederkehrenden Entzündungen in Schach hält. Und kurz nach einer Übungseinheit mit dem WellO2 normalisiert sich auch mein Atemvolumen wieder.

Manchmal nehme ich auch meine Spraymedikamente, wenn ich mit dem WellO2 übe. Zuerst atme ich 5 – 6 Mal mit dem Gerät ein und aus, um die Atemwege zu öffnen. Dann nehme ich eine Gabe des Asthmasprays und übe weitere 5 – 6 Mal mit dem Gerät. Danach nehme ich auf die gleiche Art und Weise das Steroidspray. Ich denke, dass, wenn die Luftwege erst einmal offen sind und die Luft frei strömen kann, auch die Medikamente besser ihren Weg in die Atemwege finden. Ich glaube, dass dies meinen Medikamentenverbrauch halbiert hat. Anders als früher bleiben meine Luftwege jetzt sauber und ich kann gut atmen.

Bei öffentlichen Veranstaltungen reagiert meine Atmung sehr gereizt, wegen all der verschiedenen Gerüche rundherum, die meine Schleimfabrik anwerfen. Sobald ich aber wieder zu Hause bin, befreie ich meine Atemwege durch eine WellO2-Übung und die Situation bessert sich.

Die Spirometrie, der offizielle Lungenfunktionstest, zeigt mir, dass meine Werte um 10 % besser sind, als sie in den 90er Jahren waren, und 1,4 Mal besser als der Durchschnitt bei gesunden Männern meines Alters.

Diese erstaunliche Geschichte geht mit der Firma Hapella Oy weiter, einem privaten Start-Up-Unternehmen, das sich auf Wellbeing-technologie spezialisiert hat. Die Reise von der Idee bis zur Innovation war lang und erforderte harten Einsatz, um Probleme beim Design und der Herstellbarkeit zu lösen. Ich freue mich sehr, dass das Gerät jetzt so weit fertig ist, um als einzigartiges Übungsgerät auf den Markt zu kommen. Wir alle haben den Nutzen davon. Deshalb: Besser atmen – besser leben.

Aulis Kärkkäinen
Unternehmer und Erfinder
Kiuruvesi, Finnland